Vorzeitiges Altern durch Magnesiummangel
Eine Studie der US-Akademie der Wissenschaften hat herausgefunden, dass ein Magnesiummangel die menschlichen Zellen schneller altern lässt. Experten auf dem Gebiet der Ernährung streiten darüber, ob eine ausgewogene Ernährung den Magnesiumbedarf ausreichend decken kann. Magnesium ist ein Mineralstoff, den der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann. Deshalb muss dieser ausreichend von außen, vor allem über die Ernährung, zugeführt werden. Die empfohlene Tagesdosis liegt beim Erwachsenen zwischen 300 und 400 Milligramm. Nahrungsmittel mit einer besonders hohen Konzentration an Magnesium sind z.B. Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Bananen, Nüsse, Haferflocken, Fisch und viele Gemüsesorten. Viele Enzyme benötigen Magnesium, um überhaupt zu funktionieren, auch ist unser Stoffwechsel unter anderem bei der Verbrennung von Kohlenhydraten und dem Aufbau von Eiweißen auf ausreichend Magnesium angewiesen, um versorgend arbeiten zu können.
Ein Defizit an diesem essentiellen Mineral kann unter anderem zu Muskelkrämpfen (Wadenkrämpfen), Reizbarkeit, rascher Erschöpfbarkeit, Herzklopfen, Nervosität, Kopfschmerzen, Schwindel und nach neueren Erkenntnissen zu der oben schon erwähnten schnelleren Zellalterung führen. Für die vorzeitige Alterung ist nach Meinung der Forscher die beschleunigte Abnutzung der Telomere verantwortlich, welche die Enden der Chromosomen bei der Zellteilung schützen. Im Versuch wurden menschliche Bindegewebszellen bis zu vier Monate unterschiedlichen Magnesiumkonzentrationen ausgesetzt. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass die in Magnesiummangel gehaltenen Kulturen deutlich schneller alterten. Zu Magnesiummangel kann es unter anderem durch chronischen Alkoholgenuss, einseitige Ernährung, körperliche Belastungen wie Sport und Stress kommen.
Durch die Überzüchtung unserer Böden und der nicht artgerechten Tierhaltung ist die ausreichende Magnesiumversorgung durch unsere Nahrungsmittel leider nicht mehr uneingeschränkt gewährleistet. Bewusste Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel können hier sinnvolle Abhilfe leisten.
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